Ratgeber Winterdienst

Ein Winterdienst nach Plan schützt Mitarbeiter und Besucher

Auf einem Firmengelände sind morgens oft schon viele Menschen unterwegs, bevor es hell wird. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Patienten verlassen sich darauf, dass Wege und Parkplätze sicher sind. Ein durchdachter Plan macht dabei den Unterschied.

Welche Flächen auf dem Gelände zählen

Auf einem Firmengelände geht es nicht nur um den Gehweg vor dem Grundstück. Dazu kommen Zufahrten, Parkplätze, Außentreppen, Rampen, Eingänge und Wege zwischen Gebäuden. Wo Menschen gehen oder Fahrzeuge rangieren, muss auch bei Schnee und Glätte ein sicherer Weg bestehen. Als Betreiber tragen Sie für diese Flächen die Verkehrssicherungspflicht.

Für den öffentlichen Gehweg gilt zusätzlich die Satzung der Gemeinde. Auf dem eigenen Gelände richtet sich der Umfang danach, welche Wege tatsächlich genutzt werden und zu welchen Zeiten. Ein einziger überfrorener Morgen genügt für einen Sturz.

Flächen nach Wichtigkeit ordnen

Nicht alle Flächen müssen gleichzeitig frei sein. Sinnvoll ist eine feste Reihenfolge. Zuerst kommen Eingänge, Außentreppen und Rampen, weil dort das Sturzrisiko am höchsten ist. Danach folgen die Hauptwege und der öffentliche Gehweg, anschließend Zufahrten und Parkplätze. Wenig genutzte Nebenflächen können bei Bedarf gesperrt oder später geräumt werden. Wie die Reihenfolge im Einzelfall aussieht, hängt von den Arbeitszeiten und Wegen in Ihrem Betrieb ab.

Hinzu kommen Bereiche, die leicht übersehen werden. Dazu gehören Fluchtwege und Notausgänge, Wege zu Mülltonnen und Containern, Fahrradstellplätze sowie Übergänge zwischen Parkplatz und Gehweg. Auch Gitterroste und Metallabdeckungen werden bei Frost schnell glatt. Hilfreich ist ein einfacher Lageplan, auf dem jede Fläche mit ihrer Priorität eingezeichnet ist. So weiß jeder Beteiligte, was zuerst zu tun ist.

Übersicht

Reihenfolge beim Räumen eines Firmengeländes

Die Grafik zeigt eine mögliche Reihenfolge der Flächen, angefangen bei den Bereichen mit dem höchsten Sturzrisiko.

Räumreihenfolge auf dem Firmengelände1EingängeAußentreppenund Rampen2Hauptwegeund öffentlicherGehweg3Zufahrtenund Ladezonen4Parkplätzeund Nebenflächenvom höchsten zum geringeren Sturzrisiko
Schematische Darstellung einer Räumreihenfolge, die tatsächlichen Prioritäten legen wir bei der Besichtigung fest.

Besondere Anforderungen im Betrieb

Jeder Betrieb hat eigene Abläufe. Eine Arztpraxis mit frühem Publikumsverkehr braucht freie Zugänge, bevor die ersten Patienten kommen. Ein Schichtbetrieb benötigt sichere Wege zu jedem Schichtwechsel, auch am Abend oder am Wochenende. Für Geschäfte zählt der Zeitpunkt der Öffnung, für Lager und Produktion oft der erste Lieferverkehr am Morgen. Auf weitläufigen Geländen müssen Rampen und Ladezonen rechtzeitig frei sein. Solche Punkte gehören von Beginn an in die Tourenplanung.

Große Flächen lassen sich mit Maschinen wie einer Schneefräse räumen, enge Wege, Treppen und Eingänge dagegen meist nur von Hand. Wo Lieferverkehr und Fußgänger dieselben Flächen nutzen, sollten die Gehwege klar abgegrenzt sein und zuerst frei werden.

Firmenwagen der Wegener Gebäudereinigung mit Logo des Familienbetriebs

Wohin mit dem geräumten Schnee

Auf großen Flächen fällt viel Schnee an. Er sollte so gelagert werden, dass er keine Stellplätze, Notausgänge, Hydranten oder Abläufe blockiert. Legen Sie vor dem Winter fest, wo Schnee gesammelt werden darf. Große Schneeberge nehmen außerdem die Sicht an Ein- und Ausfahrten. Beim Tauen fließt Wasser ab und kann über Nacht wieder gefrieren. Deshalb sollten Schneehaufen nicht oberhalb von Gehwegen oder Treppen liegen. Auf Parkplätzen kann es sinnvoll sein, einzelne Stellplätze als Lagerfläche für Schnee vorzusehen.

Eigene Mitarbeiter oder Dienstleister

Manche Betriebe lassen den Hausmeister oder eigene Mitarbeiter räumen. Das funktioniert, solange jemand früh genug vor Ort ist, Vertretungen geregelt sind und Material bereitsteht. Bei Krankheit, Urlaub oder starkem Schneefall stoßen solche Lösungen schnell an Grenzen. Ein Dienstleister mit fester Tourenplanung schafft hier Verlässlichkeit, und Ihr Personal kann sich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren.

Markieren Sie Bordsteine, Poller und Kanten vor dem Winter mit gut sichtbaren Stangen. Unter einer Schneedecke sind sie sonst kaum zu erkennen.

Einsatzplanung und Nachweis

Damit die Wege rechtzeitig frei sind, muss das Wetter beobachtet und der Einsatz geplant werden. Bei anhaltendem Schneefall räumen wir auf Wunsch auch mehrmals täglich. Wird es über Nacht glatt, sollten die wichtigsten Flächen frei sein, bevor der Betrieb beginnt. Sie müssen dafür nicht selbst aktiv werden. Grundlage ist eine schriftliche Vereinbarung vor Saisonbeginn, in der die Flächen und ihre Prioritäten benannt sind.

Dokumentation der Einsätze

Für Unternehmen ist ein Nachweis wichtig. Auf Wunsch dokumentieren wir jeden Einsatz mit Datum und Uhrzeit. So lässt sich später nachvollziehen, wann geräumt und gestreut wurde. Das hilft bei internen Prüfungen und bei Nachfragen. Halten Sie intern fest, wer im Betrieb Ansprechpartner für den Dienstleister ist und wer bei Schäden oder Hindernissen informiert wird. Rechtliche Einzelfragen zur Verkehrssicherungspflicht kann nur eine rechtliche Beratung klären.

Zur Planung gehört auch der Abschluss der Saison. Im Frühjahr nehmen wir das Streugut auf und reinigen die Flächen, damit Splitt nicht in Abläufe und Gebäude getragen wird. Der Winterdienst ist bei uns Teil der ganzjährigen Gebäudereinigung mit denselben Ansprechpartnern, die Ihr Gelände und seine empfindlichen Stellen kennen.

Die Kosten richten sich nach der Größe der Flächen, dem Umfang und der Laufzeit der Vereinbarung. Eine Rolle spielen auch die Zahl der Flächen mit hoher Priorität und die Frage, ob am Wochenende geräumt werden muss. Einen Pauschalpreis nennen wir deshalb nicht, sondern erstellen nach der Besichtigung ein schriftliches Angebot. Mehr zum Leistungsumfang finden Sie auf der Seite zum Winterdienst. Wer auch die Büroreinigung oder die Treppenhausreinigung bei uns beauftragt, erhält alles aus einer Hand.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Räumen auf dem Firmengelände

Muss auch der Parkplatz geräumt werden?

Wenn Mitarbeiter oder Kunden den Parkplatz nutzen, sollte dort ein sicherer Weg bestehen. Oft genügt es, Fahrgassen und Fußwege zu den Eingängen freizuhalten. Welche Flächen im Einzelnen dazugehören, legen wir bei der Besichtigung gemeinsam fest.

Wie oft wird bei Dauerschnee geräumt?

Bei anhaltendem Schneefall räumen wir auf Wunsch mehrmals täglich. Wie oft genau, hängt von der Schneemenge, den Nutzungszeiten Ihres Betriebs und der Vereinbarung ab. Wir beobachten das Wetter und planen die Einsätze entsprechend.

Bekomme ich einen Nachweis der Einsätze?

Auf Wunsch dokumentieren wir jeden Einsatz mit Datum und Uhrzeit. So können Sie jederzeit nachvollziehen, wann geräumt und gestreut wurde. Das ist besonders für Unternehmen, Hausverwaltungen und Betriebe mit viel Publikumsverkehr hilfreich.

Was kostet der Einsatz auf dem Gelände?

Die Kosten hängen von der Größe der Flächen, dem Umfang und der Laufzeit ab. Einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht. Nach der Besichtigung erhalten Sie von uns ein schriftliches Angebot mit nachvollziehbarer Preisgestaltung.

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