Ratgeber Haushaltsreinigung
Wenn die wöchentliche Reinigung nicht mehr reicht
Eine Grundreinigung geht deutlich weiter als das wöchentliche Putzen. Sie erfasst auch Flächen, die im Alltag liegen bleiben. Hier lesen Sie, wann sie sinnvoll ist und wie sie abläuft.
Was eine Grundreinigung von der Unterhaltsreinigung unterscheidet
Die regelmäßige Unterhaltsreinigung hält die Wohnung im Alltag sauber. Sie umfasst die sichtbaren und häufig genutzten Flächen, also Böden, Arbeitsflächen in der Küche, Bad und WC sowie Staub auf Möbeln. Was dahinter, darunter oder darin liegt, bleibt dabei meist unberührt.
Die Grundreinigung setzt genau dort an. Schränke werden innen ausgewischt, Heizkörper auch zwischen den Rippen entstaubt, Fliesen und Fugen gründlich von Kalk befreit. Möbel werden, wo möglich, abgerückt. Dazu kommen Details wie Türrahmen, Lichtschalter, Steckdosenabdeckungen und Fußleisten. Eine Grundreinigung dauert deshalb deutlich länger als ein normaler Reinigungstermin.
Typische Anlässe
Häufige Gründe sind ein Ein- oder Auszug, der Frühjahrsputz oder eine Großreinigung vor einer Feier. Auch nach einem längeren Leerstand oder wenn eine Wohnung lange nicht gründlich gereinigt wurde, ist eine Grundreinigung sinnvoll. Manche Haushalte kombinieren eine regelmäßige Haushaltsreinigung mit einer Grundreinigung in größeren Abständen. So bleibt der Aufwand im Alltag überschaubar.
Bei einem Auszug kommt hinzu, dass die Wohnung oft in einem bestimmten Zustand übergeben werden soll. Was genau verlangt ist, regelt der Mietvertrag. Eine gründliche Reinigung der leeren Räume kann die Übergabe erleichtern, weil Verschmutzungen ohne Möbel deutlich sichtbarer sind. Planen Sie die Reinigung deshalb für die Zeit nach dem Möbeltransport ein.
Übersicht
Reihenfolge einer Grundreinigung
Die Grafik zeigt die bewährte Reihenfolge von oben nach unten und von trocken nach nass sowie den Unterschied zur Unterhaltsreinigung.
Die richtige Reihenfolge spart Arbeit
Bei einer Grundreinigung gilt der Grundsatz von oben nach unten und von trocken nach nass. Zuerst werden Leuchten, Schrankoberseiten, Regale und Heizkörper entstaubt. Danach folgen Küche und Bad mit den nassen Arbeiten. Die Böden kommen zum Schluss, weil dort aller herabfallende Schmutz landet. Wer anders herum vorgeht, putzt den Boden am Ende zweimal. Trocken vor nass bedeutet, erst zu saugen und zu entstauben und danach nass zu wischen. Sonst entstehen aus Staub und Wasser schnell Schlieren. Für Fugen und Ecken sind kleine Bürsten hilfreich.
Küche und Bad brauchen die meiste Zeit
In der Küche kosten Fett und eingebrannte Rückstände die meiste Zeit. Backofen, Dunstabzugshaube, Fliesenspiegel und die Fronten der Schränke werden gründlich gereinigt, die Schränke auch innen. Bei der Dunstabzugshaube gehört der Fettfilter dazu. Im Bad geht es vor allem um Kalk an Armaturen, Duschwänden und Fliesen. Hier ist das passende Mittel wichtig. Ein Kalklöser ist auf glasierten Fliesen richtig, auf Naturstein aber ungeeignet.

Fenster und Glastüren gehören ebenfalls zu einer gründlichen Reinigung, einschließlich der Rahmen. Bei Teppichen und Polstermöbeln reicht Staubsaugen oft nicht aus. Hier kann eine Teppich- und Polsterreinigung sinnvoll sein. Für große Glasflächen wie einen Wintergarten ist eine Glasreinigung die passende Ergänzung.
In Wohn- und Schlafräumen geht es vor allem um Staub an schwer erreichbaren Stellen. Dazu gehören Schrankoberseiten, Bilderrahmen, Lampenschirme und die Rückseiten von Möbeln. Auch Türen und Türgriffe, die täglich angefasst werden, profitieren von einer gründlichen Reinigung.
Räumen Sie vor dem Termin Oberflächen frei und klären Sie, ob Möbel abgerückt werden dürfen. So lässt sich die Zeit für die eigentliche Reinigung nutzen.
Materialgerecht reinigen und Aufwand einschätzen
Jeder Untergrund verlangt passende Mittel und Werkzeuge. Parkett verträgt nur wenig Feuchtigkeit, Naturstein keine sauren Reiniger und Glaskeramik keine kratzenden Schwämme. Wer hier das falsche Mittel nimmt, richtet unter Umständen mehr Schaden an, als er Schmutz entfernt. Wir richten Mittel und Werkzeug nach dem jeweiligen Untergrund aus. Auf Wunsch verwenden wir auch Ihre eigenen Produkte, zum Beispiel bei Allergien.
Ein häufiger Fehler bei der Grundreinigung in Eigenregie ist Zeitdruck. Wer alles an einem Nachmittag schaffen will, greift schnell zu stärkeren Mitteln oder lässt Bereiche aus. Besser ist ein Plan, der Raum für Raum vorgeht und die Trocknungszeiten berücksichtigt.
Wer eine Grundreinigung selbst angehen möchte, sollte vorher prüfen, ob die Mittel zu den Oberflächen passen. Hinweise dazu finden sich oft in den Unterlagen zu Küche, Bodenbelag oder Sanitärobjekten. Bei Unsicherheit lohnt ein Test an einer unauffälligen Stelle. Bei einer beauftragten Haushaltsreinigung bringen Fachkräfte die passenden Mittel und die nötige Erfahrung mit.
Wovon der Aufwand abhängt
Wie lange eine Grundreinigung dauert, hängt von der Wohnfläche, dem Zustand, der Ausstattung und dem gewünschten Umfang ab. Eine leere Wohnung nach dem Auszug lässt sich anders reinigen als eine bewohnte Wohnung mit vielen Möbeln. Deshalb gibt es bei uns keine Pauschalpreise. Wir sehen uns die Räume gemeinsam mit Ihnen an und erstellen danach ein schriftliches Angebot.
Eine Grundreinigung ist auch ein guter Einstieg in eine regelmäßige Betreuung. Ist die Wohnung einmal gründlich gereinigt, lässt sie sich mit weniger Aufwand sauber halten. Mehr zu unseren Leistungen lesen Sie auf der Seite zur Haushaltsreinigung. Nach Umbauarbeiten mit viel Staub ist dagegen eine Bauendreinigung die passende Wahl. Für eine Besichtigung erreichen Sie uns über die Kontaktseite.
Häufige Fragen zur Grundreinigung
Wie oft ist eine Grundreinigung sinnvoll?
Das hängt von Nutzung und regelmäßiger Pflege ab. Wird die Wohnung laufend gereinigt, reicht eine Grundreinigung in größeren Abständen. Ohne regelmäßige Reinigung oder bei besonderen Anlässen wie Ein- und Auszug ist sie früher sinnvoll.
Muss ich während der Reinigung zu Hause sein?
Nein, Ihre Anwesenheit ist nicht nötig. Die Schlüsselübergabe regeln wir schriftlich. Vorher klären wir, welche Bereiche gereinigt werden und ob Möbel abgerückt werden dürfen. Mit persönlichen Gegenständen gehen wir diskret um.
Welche Bereiche werden oft vergessen?
Häufig sind das Schrankoberseiten, Heizkörper zwischen den Rippen, Lichtschalter, Türrahmen, Fensterrahmen und Flächen hinter oder unter Möbeln. In der Küche gehören Dunstabzugshaube und Schränke innen dazu, im Bad die Fugen und Armaturen.
Reicht eine Grundreinigung nach einer Renovierung?
Nach Arbeiten mit viel Staub, Farbresten oder Mörtel ist eine Bauendreinigung meist die bessere Wahl. Sie ist auf Baustaub und Rückstände von Handwerksarbeiten ausgerichtet. Danach kann die Wohnung regelmäßig weiter gepflegt werden.
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