Ratgeber Sonderreinigung

Jedes Material braucht seine eigene Methode

Hauswände und Terrassen sind Wind, Regen und Schatten ausgesetzt. Mit der Zeit setzen sich Schmutz und Grünbelag fest. Hier lesen Sie, wie eine schonende Reinigung gelingt und wann Sie besser Fachleute beauftragen.

Woher Grünbelag und Ablagerungen kommen

Auf Fassaden und Terrassen sammeln sich Staub, Blütenstaub, Laub und Rückstände aus der Luft. Wo Flächen lange feucht bleiben, etwa an der Wetterseite, unter Bäumen oder im Schatten, siedeln sich Algen, Moos und Flechten an. Sie zeigen sich als grüner oder dunkler Schleier und halten ihrerseits Feuchtigkeit fest.

Ablagerungen entstehen auch durch Wasser selbst. Läuft Regen immer an derselben Stelle über die Wand, etwa unter Fensterbänken oder an Ecken, bilden sich dunkle Streifen. An Klinker und Naturstein können zudem helle Ausblühungen auftreten, wenn Feuchtigkeit Salze aus dem Mauerwerk an die Oberfläche trägt.

Auf der Terrasse kommt die Nutzung hinzu. Fett vom Grill, Abrieb von Möbeln und Reste von Blumenerde hinterlassen Flecken. Bei Nässe werden bewachsene Platten und Holzdielen rutschig. Spätestens dann ist eine gründliche Reinigung auch eine Frage der Sicherheit.

Was Sie selbst im Blick behalten können

Regelmäßiges Abkehren von Laub und Blüten verhindert, dass sich organisches Material in den Fugen zersetzt. Achten Sie außerdem auf Stellen, an denen Wasser nicht abläuft, etwa unter Pflanzkübeln oder unter einer überlaufenden Dachrinne. Dort beginnt der Bewuchs meist zuerst. Eine Holzterrasse sollte nach Regen gut abtrocknen können, deshalb lohnt es sich, die Fugen zwischen den Dielen frei zu halten. Eine überlaufende Rinne lässt sich mit der Dachrinnenreinigung beheben, die bei uns zur Sonderreinigung gehört.

Übersicht

Vier Untergründe und was sie brauchen

Die Grafik stellt Putz, Klinker, Holz und Naturstein nebeneinander und zeigt jeweils die Schwachstelle und das Vorgehen, das wir bei einer Sonderreinigung wählen.

Vier Untergründe im VergleichPutzSchwachstelleweiche, poröseOberflächeVorgehenniedriger Druck,mildes Mittel,ProbeflächeKlinkerSchwachstelleFugen zwischenden SteinenVorgehenDruck an den Fugenanpassen, Belaggezielt lösenHolzSchwachstelleStrahl raut dieFasern aufVorgehenwenig Druck,in FaserrichtungarbeitenNatursteinSchwachstellekalkhaltige Steineund saure MittelVorgehenMittel passendzum Stein wählen,ProbeflächeMaterial, Alter und Ursache der Verschmutzung bestimmen Verfahren, Druck und Mittel
Schematische Darstellung typischer Untergründe an Fassade und Terrasse

Warum der Hochdruckreiniger oft mehr schadet als nützt

Ein geliehener Hochdruckreiniger, ein scharfer Reiniger aus dem Baumarkt und los. So beginnen viele Eigenversuche, und so entstehen typische Schäden. Ein harter, eng gebündelter Strahl wäscht Fugen aus und spült Sand aus dem Pflaster. Holz wird aufgeraut, die Fasern stellen sich auf und nehmen danach noch schneller Schmutz auf. Auf Putz kann der Strahl die Oberfläche beschädigen und Wasser in feine Risse drücken.

Hochdruck ist dabei nicht grundsätzlich falsch. Entscheidend sind Druck, Abstand, Düse und das passende Mittel für den jeweiligen Untergrund.

Hochdruckreiniger im Einsatz beim Entfernen von Graffiti an einer Klinkerwand

Material entscheidet über Druck und Mittel

Wir prüfen vor jeder Reinigung den Untergrund. Material, Alter der Verschmutzung und ihre Ursache bestimmen Verfahren, Druck und Reinigungsmittel. Bei empfindlichen Flächen legen wir zuerst eine kleine Probefläche an. Erst wenn das Ergebnis dort stimmt, geht es an die ganze Fläche. Dabei setzen wir auf moderne, umweltschonende Technik.

Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle und warten Sie, bis die Fläche getrocknet ist. Erst dann zeigt sich, ob sich Farbe, Glanz oder Struktur verändert haben.

Chemie mit Bedacht einsetzen

Viele Mittel gegen Grünbelag wirken stark und gelangen mit dem Spülwasser in Beete, Rasen oder den Kanal. Setzen Sie solche Produkte nur nach Herstellerangabe ein und schützen Sie Pflanzen in der Nähe. Wir wählen Mittel und Menge passend zur Fläche. Für Fassaden ist eine Sonderreinigung mit abgestimmtem Verfahren meist schonender als ein Mittel nach dem Prinzip viel hilft viel.

Worauf es bei Putz, Klinker, Holz und Stein ankommt

Putz ist je nach Art weich oder porös und verträgt wenig mechanische Belastung. Hier helfen niedriger Druck und ein mildes, passendes Mittel. Klinker selbst ist hart, die Fugen dazwischen sind dagegen die Schwachstelle. Holzterrassen reinigt man mit wenig Druck und in Faserrichtung, damit die Oberfläche glatt bleibt. Kalkhaltige Natursteine wie Marmor oder Kalkstein reagieren empfindlich auf saure Reiniger. Nach der Reinigung braucht Holz Zeit zum Trocknen, bevor es geölt oder anders behandelt wird.

Auch das Alter der Fläche spielt eine Rolle. Ein frisch verputztes Haus verträgt eine andere Behandlung als eine Fassade, deren Putz schon Risse zeigt. Bei alten Holzdielen prüfen wir, ob die Oberfläche noch fest ist, bevor Wasser und Bürste zum Einsatz kommen.

Schutz der Umgebung

Bei der Ausführung decken wir angrenzende Bereiche wie Fenster, Türen und Bepflanzungen ab. Gerade an der Fassade ist das wichtig, weil Spritzwasser und gelöster Schmutz sonst auf Glas und Rahmen landen. Die Rückstände werden entfernt und fachgerecht entsorgt. Am Ende prüfen wir das Ergebnis gemeinsam mit Ihnen. Für die Arbeiten brauchen wir einen freien Zugang zur Fläche und, wenn möglich, einen Wasser- und Stromanschluss. Möbel und Kübel räumen Sie am besten vorher beiseite.

Wann sich Fachleute lohnen

Bei großen oder hohen Flächen, empfindlichen Materialien und hartnäckigem Bewuchs ist eine professionelle Reinigung meist die sicherere Wahl. Das gilt auch, wenn Arbeiten in der Höhe nötig sind, etwa an Giebeln oder Dachrinnen, für die Sie Leiter und Sicherung bräuchten. Der Aufwand hängt von Größe, Verschmutzungsgrad, Untergrund und Erreichbarkeit ab. Fassaden- und Terrassenreinigung sind Teil unserer Sonderreinigung, nach einer Besichtigung erhalten Sie ein schriftliches Angebot. Für Fenster und Glasflächen gibt es die Glasreinigung, Ihre Anfrage stellen Sie über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Fassade und Terrasse

Wie oft sollte die Terrasse gereinigt werden?

Das hängt von Lage und Nutzung ab. Schattige, feuchte Flächen unter Bäumen setzen schneller Grünbelag an als sonnige. Sinnvoll ist eine gründliche Reinigung zum Beispiel vor der Gartensaison, regelmäßiges Abkehren verlängert die Abstände dazwischen.

Darf ich die Fassade mit Hochdruck reinigen?

Das kommt auf den Untergrund an. Zu hoher Druck kann Fugen auswaschen, Putz beschädigen und Wasser in feine Risse drücken. Lassen Sie Material und Zustand vorher prüfen und testen Sie jedes Verfahren zuerst an einer kleinen Probefläche.

Kommt der Grünbelag wieder?

An Stellen, die lange feucht und schattig bleiben, bildet sich Bewuchs mit der Zeit erneut. Freie Abläufe, eine saubere Dachrinne und regelmäßiges Abkehren helfen, den Abstand bis zur nächsten gründlichen Reinigung zu vergrößern.

Was muss ich vor dem Termin vorbereiten?

Sorgen Sie für einen freien Zugang zur Fläche und, wenn möglich, für einen Wasser- und Stromanschluss. Räumen Sie Möbel, Kübel und Deko beiseite. Zeiten und Abstellflächen stimmen wir vorher mit Ihnen ab, alles Weitere bringen wir mit.

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